Wir sind eine deutsch-indonesische Familie, doch wer genau steckt hinter dem Blog einfach weltoffen?

Von Stephie, Jörg, Anna und A'an


Wir sind Stephie, Jörg und Anna aus Hamburg sowie A’an von der Insel Lombok. Kennengelernt haben wir uns 2017 auf Gili Air, als wir dort Urlaub machten und A’an uns unter einem Bambusdach mit Blick auf das glasklare Meer unser Frühstück servierte. Seitdem ist viel passiert: Wir haben uns viele Male auf Lombok getroffen, A’ans Verwandte kennengelernt, ihnen beim Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben 2018 geholfen, zusammen Urlaub gemacht, viel gelacht, ein bisschen gestritten und bei jedem Abschied geweint.


Wir selbst bezeichnen uns als deutsch-indonesische Familie – gemeinsam glücklich zwischen Hamburg und Lombok und mit vielen Träumen. Doch nun zu uns im Einzelnen:


Hamburg von oben: Blick von den Tanzenden Türmen

Stephie: Ich bin in Hamburg geboren, war mit meinen Eltern im Kleinkindalter mit einem VW-Käfer in Nordafrika und in der Türkei unterwegs. Einen Teil meiner Kindheit habe ich auf Lombok wiedergefunden. Darüber habe ich einen eigenen Beitrag geschrieben. Das Reisen liegt mir im Blut und auch die Offenheit für andere Kulturen. Ich war schon auf allen Kontinenten unterwegs, aber besonders intensiv habe ich mich mit Russland befasst. Inzwischen liebe ich Indonesien, denn es sind besonders die Menschen, die das Gefühl in einem wach rufen, angekommen zu sein. Beruflich habe ich die meiste Zeit als Redakteurin in der internen Kommunikation einer Bank gearbeitet und liebte es, dort die Kollegen zu besonderen Themen zu interviewen und über sie zu schreiben. In Kürze baue ich mir eine Selbstständigkeit als private Deutschlehrerin auf und bin schon ganz gespannt. Da ich auch dazu neige, mich immer mal wieder durch viele Aktivitäten selbst zu überfordern, praktiziere ich regelmäßig Yoga. Meine Geige liegt inzwischen in der Ecke, aber klassische Musik höre ich noch immer gern.


Mein Motto: if you never try you never know

Traumhafter Strand von Tanjung Aan auf Lombok

Jörg: Ich bin in Herford geboren und lebe seit vielen Jahren mit meiner Familie in Hamburg. Mit meinen Eltern bin ich während meiner Kindheit mit dem Auto nach Dänemark, Frankreich oder Österreich gereist. Meine erste Flugreise machte ich mit 10 Jahren von Düsseldorf nach München. Besonders durch meinen Vater, der in den USA, Kanada und Brasilien Messen organisierte, wurde mein Interesse geweckt, die Welt zu bereisen. Während des Studiums der chemischen Verfahrenstechnik hatte ich eine Vorliebe für die Geschichte und Kultur von Australien entwickelt. Im Jahr 2000 haben Stephie und ich die paraolympischen Spiele in Sydney erlebt und haben uns in dieser traumhaften Stadt verlobt. Gemeinsam haben wir viele Länder auf fast allen Kontinenten bereist. Mit Anna waren wir die erste Zeit "nur" in Europa unterwegs. Doch als sie acht war, haben wir dann zu Dritt unsere erste Fernreise nach Indonesien unternommen. Mit positiven Folgen ...

Beruflich arbeite ich als Chemieingenieur im Bereich der Anlagensicherheit. Damit ich fit im Job und auf Reisen bleibe, spiele ich Volleyball im Verein.


Mein Motto: live your dreams

Viel Natur im Norden von Lombok

Anna: Auch wenn ich in Hamburg geboren bin, hat die russische Kultur meine Kindheit zusätzlich begleitet. Mit zwei Jahren kam ich in einen russischen Kindergarten und lernte neben Deutsch auch die russische Sprache. Deshalb hab ich auch mal gesagt: Meine Welt ist bunter. In den ersten zehn Jahren flog ich mit Mama außerdem jedes Jahr nach Moskau, um meinen russischen Patenonkel zu besuchen. Ich zeichne und lese gern, bekomme Klavierunterricht und turne in einem Verein. Besonders viel Spaß hatte ich, als ich mit A’an zusammen unsere tropischen Grußkarten gestaltet habe. Als wir das erste Mal nach Indonesien flogen, war ich noch Grundschülerin und kam in eine ganz andere Welt, das hab ich aber nicht so empfunden, da die Indonesier sehr kinderlieb sind und es für mich selbstverständlich ist, woanders auf andere Kulturen zu treffen. In Hamburg besuche ich eine bilinguale Klasse mit Englisch, fast alle meine Freunde haben Verwandte im Ausland: in der Türkei, im Iran, in Polen oder Vietnam. Seitdem ich 13 geworden bin, habe ich den Wunsch, richtig gut Englisch zu sprechen, das klappt bestimmt, wenn ich nächstes Jahr für länger die internationale Schule auf Lombok besuche.


Mein Motto: never give up

Die Landungsbrücken in Hamburg von der Wasserseite aus

A’an: Ich bin in Penjalin im Norden von Lombok geboren und lebe dort noch immer. Da meine Eltern geschieden sind, musste ich mich von klein auf durchs Leben kämpfen und auch das Geld für meine Schulbücher selbst verdienen. Nach dem Abitur mit Schwerpunkt Gastronomie habe ich als Trainee in einem Luxushotel auf Gili Trawangan gearbeitet. Später als Kellner auf Gili Air und Gili Meno, als Bootsführer und als Reiseagent in einem Touristenbüro. Nachdem ich Stephie, Jörg und Anna kennengelernt habe, wollte ich unbedingt Deutsch lernen und habe A1 gemacht. Sie sind wirklich meine Familie geworden über die Jahre. Ich bin offen und neugierig in Bezug auf andere Länder und Kulturen, und die hatten wir bis zuletzt auf den Gilis, wo alle Nationen Urlaub machten. Mein Traum ist es mehr denn je, nach Deutschland zu fliegen und vor allem Hamburg kennenzulernen. Vielleicht klappt es ja diesen Sommer kurz nach meinem 24. Geburtstag.


Mein Motto: be yourself 


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Übrigens haben wir auch ein Büchlein zusammen herausgebracht, dort findet ihr viele Geschichten, die wir zusammen erlebt haben:

Mehr Gelassenheit im Alltag mit Indo vibes



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