Langsames Erwachen auf Gili Air und Gili Trawangan


Von Stephie


Nach über zwei Jahren machen wir uns mal wieder auf den Weg nach Gili Air. Es sind die Feiertage nach Ramadan, die in Indonesien „Idul Fitri“ heißen, sodass viele Leute unterwegs sind. Wir fahren vom Hafen Bangsal mit dem Local Boat, was umgerechnet nur 1,20 Euro pro Person kostet. Zwanzig Leute müssen zusammenkommen, damit wir ablegen können. Die Überfahrt dauert keine zwanzig Minuten und wir kommen sogar trockenen Fußes auf Gili Air an, da in der Zwischenzeit ein neuer Steg gebaut wurde.


Unsere Unterkunft können wir zu Fuß erreichen, doch streckenweise führt der Weg durch tiefen Sand bei starkem Sonnenschein. Viele Resorts sind noch geschlossen, sodass sich die Touristen etwas zahlreicher dort aufhalten, wo die Restaurants oder Hotels schon wieder alles anbieten. Unser Hotel liegt am Sunset Point, wo vor Corona immer super viel los war. Jetzt gibt es zumindest ein paar andere Gäste außer uns. Auch durch die Feiertage ist das Angebot an Speisen noch eingeschränkt und viele bewirten nur ihre eigenen Gäste. Dennoch freuen sich die Brüder, die das Gili Lumbung als Familie führen, dass die Inseln so langsam wieder erwachen. Und je mehr Gäste kommen, desto mehr Personal kann auch wieder eingestellt werden.


Unentdeckte Ecken und Partykultur


Traumhaft schön sind das glasklare Meer und der weiße Strand. Diesen Ausblick genießen wir schon beim Frühstück mit Lombok Kaffee und „banana pancakes“. Waren wir sonst immer auf der Ostseite nördlich vom Hafen, so genießen wir jetzt die neue Gegend auf der anderen Seite der Insel. Besonders im Inselinneren gibt es noch viel zu entdecken. Dort befinden sich kleine Gästehäuser und Warungs, von denen wir den Warung Oranges von Mona sehr empfehlen können. Sehr liebevoll bereitet sie die Speisen, die auf einer Tafel stehen, ganz frisch zu. Ein weiteres großes Highlight von Anna und A'an ist ein Strandausritt, bei dem A'an das erste Mal in seinem Leben auf einem Pferd reitet - big happiness!


Nach drei Nächten auf Gili Air fahren wir am nächsten Tag für weitere vier Nächte nach Gili Trawangan. Die Insel kennen wir bisher nur aus A’ans Erzählungen, da er dort bereits als Trainee gearbeitet hat. Die so genannte Partyinsel empfängt uns mit für uns ungewohnt vielen Menschen, die alle nach Padang Bai (Bali) zurückwollen. Um zu unserer Unterkunft zu gelangen, müssen wir weiter die gepflasterte Hauptstraße entlanggehen. Ein Pferdewagen nach dem anderen fährt an uns vorbei, viele Indonesier und ausländische Gäste sind auf Fahrrädern unterwegs. Auch wir fahren später überall mit dem Fahrrad hin. Weil das Hotel ein wenig im Inselinneren liegt, können wir sie kostenlos ausleihen. So entdecken wir auch die recht verlassene Sunset Seite und besuchen einen Aussichtspunkt.


Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die Gilis zu entdecken


Das Nachtleben blüht so langsam wieder auf: die eine oder andere Live-Band spielt wie etwa im Gili Sand, Diskotheken haben geöffnet und "Trinkspiele" finden mancherorts wieder statt. Auch der Nachtmarkt, wo man sich frische indonesische Speisen wie Satay-Spieße oder verschiedene Gemüsesorten frisch zubereiten lassen kann, ist sehr belebt. Alle sind froh, dass es langsam wieder normaler wird: Verkürzt gesagt, die Gäste wollen nach wie vor Partys feiern und die Einheimischen Geld verdienen. Neue Konzepte von wegen „Corona als Chance“ und „Möglichkeit zum Umlernen“ gibt es wohl keine. Uns haben beide Gilis in dieser besonderen Zeit sehr gefallen – jede auf ihre Art.


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