Wenn nichts gewiss ist, ist alles möglich – und trotzdem planen wir unser Glück


Wir begrüßen das Neue Jahr 2020 und wünschen unseren Lesern alles Gute. Grund genug, einmal innezuhalten und zu überlegen, was man ändern oder umsetzen möchte. Aus Träumen können Pläne werden, doch was bedeutet es für uns, Pläne zu machen?


„Trust the wait. Embrace the uncertainty. Enjoy the beauty of becoming. When nothing is certain, anything is possible.“ Mandy Hale


Anna: „Wenn ich plane, nehme ich mir was für die Zukunft vor, und ich glaube auch zu wissen, was dann passiert. Manchmal kommen Pläne nicht zustande, dann versuche ich nicht enttäuscht zu sein, sondern denke, es soll so sein. Ich mag es zum Beispiel, eine Übernachtung bei meiner besten Freundin zu planen, weil ich dann auch die Vorfreude genieße, aber ich finde es auch gut, wenn wir am Wochenende spontan entscheiden, was wir machen, weil es dann auch spannend bleibt.“


Stephie: „Mir bringt es Spaß zu planen, weil es sich anfühlt, als würde ich meine eigene Welt erschaffen. Außerdem gibt es mir Sicherheit, denn im beruflichen Alltag ist oft Stress, und man ist fremd gesteuert. Dann denke ich an meinen Plan, z. B. nach Indonesien zu fliegen, und ich fühle mich gleich viel besser. Wenn ein Plan allerdings über den Haufen geschmissen werden muss, weil jemand erkrankt ist oder Jörg keinen Urlaub bekommt, dann war ich in der Vergangenheit immer sehr enttäuscht. Erst in letzter Zeit habe gelernt, damit besser umzugehen, und es auch als Chance für was Neues zu nutzen.“


Jörg: „Wenn ich plane, hoffe ich, dass in Zukunft alles möglichst reibungsarm abläuft - egal ob beruflich oder privat. Und wenn es doch einmal Abweichungen vom Plan gibt, versuche ich schnellstmöglich zu reagieren, um ihn noch irgendwie zu retten. Aber manchmal muss man Pläne auch verwerfen. Dann versuche ich trotzdem, optimistisch zu bleiben.“


A’an: „Ich mache gerne Pläne und spreche zum Beispiel mit meinem besten Freund darüber, aber wir wissen nie, ob sie Wirklichkeit werden, es kann immer etwas dazwischenkommen, auch wenn es nur am nächsten Tag ist. Deshalb schließe ich besondere Wünsche in mein Gebet ein, und hoffe, dass Gott mir hilft.“


Das Leben wird seinem Ruf erst gerecht, wenn es unseren Erwartungen nicht entspricht – zum Guten wie zum Schlechten. Entspräche das Leben unseren Erwartungen, wäre es kein Leben, sondern ein Programm, das seinem Lauf folgt: Wir könnten ihm also nicht vertrauen. (aus Charles Pépin: Sich selbst vertrauen. Kleine Philosophie der Zuversicht)


Während Anna auf Lombok zur Schule geht, haben Jörg und ich auch mal wieder Momente zu zweit. Wie wir diese verbringen, verraten wir im nächsten Beitrag …

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