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Von Lombok nach Rom – Meine Reise in die Ewige Stadt

  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Von A‘an


Auf der Spanischen Treppe in Rom
Auf der Spanischen Treppe in Rom

Ich komme von der Insel Lombok in Indonesien. Sie ist immer warm, grün und umgeben vom Meer. Als ich vor anderthalb Jahren mit Stephie, Jörg und Anna die italienische Stadt Rom besuchte, fühlte es sich fast ein bisschen wie Zuhause an: Sonne, blaues Licht, und die Menschen leben draußen. In Hamburg war es zu dieser Zeit schon kalt und etwas grau, aber in Rom konnte man noch abends vor dem Restaurant sitzen, Pasta essen und das Leben auf der Straße beobachten. Das mochte ich sehr.


Am Trevi Brunnen
Am Trevi Brunnen

Rom ist unglaublich alt. Ich konnte kaum glauben, dass diese Gebäude wirklich seit so vielen Jahrhunderten dort stehen: das Kolosseum, der Vatikan, das Forum Romanum. In Indonesien haben wir auch alte Tempel und Moscheen, aber hier sehen die Steine anders aus, hell und voller Geschichte. Beim Trevibrunnen war ich sehr beeindruckt. So viele Menschen, so viel Licht und Bewegung! Ich habe eine Münze hineingeworfen, wie es alle tun. Vielleicht bringt es Glück, dass ich eines Tages wiederkomme.



Vor dem Petersdom im Vatikan
Vor dem Petersdom im Vatikan

Ein besonders eindrucksvoller Ort war der Vatikan. Ich wusste, dass hier das Zentrum der katholischen Kirche ist, und obwohl ich Muslim bin, war es für mich bewegend zu sehen, wie wichtig dieser Ort für so viele Menschen ist. Auf dem Petersplatz zu stehen, zwischen all den Pilgern und Besuchern, fühlte sich fast feierlich an. In der Basilika war es ruhig, trotz der vielen Menschen. Die Kunst, die Statuen, das Licht durch die Fenster, alles erzählte von Glaube und Geschichte. Ich konnte spüren, dass dieser Ort für viele eine tiefe Bedeutung hat, auch wenn meine eigene Religion eine andere ist. Es hat mich daran erinnert, wie viel Respekt und Verbindung zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen möglich ist, wenn man einander mit Offenheit begegnet.


Indonesisch-italienische Vespa-Freundschaft
Indonesisch-italienische Vespa-Freundschaft

Manchmal war es auch zu viel, so viele Touristen, Autos, Scooter, Stimmen. Ich bin keine so große Stadt gewohnt. Rom war laut, manchmal chaotisch, aber auch sehr lebendig. Ich hatte das Gefühl, die Stadt schläft nie. Ein besonderer Moment war, als ich in einem kleinen Laden ein T-Shirt mit einer Vespa fand. Ich liebe Vespas, ich fahre manchmal selbst eine alte auf Lombok. Der Besitzer war so freundlich, und als ich ihm erzählte, dass ich aus Indonesien komme, wollte er gleich auf dem T-Shirt unterschreiben. Das war für mich das schönste Souvenir.



Vor dem fast 2.000 Jahre altem Kolosseum in Rom
Vor dem fast 2.000 Jahre altem Kolosseum in Rom

Wir waren nur drei Nächte dort, aber ich habe viel gesehen und gefühlt. Anna verstand viele Dinge aus dem Lateinunterricht, sie erklärte mir alte Inschriften auf Steinen! Ich war stolz, so viel Neues kennenzulernen. Rom war für mich mehr als eine Stadt, es war eine Begegnung mit Geschichte, mit Europa, und auch ein kleines Abenteuer für jemanden, der sonst vom Meer umgeben ist. Jetzt, rund um Ostern, denke ich oft an diese Reise zurück. Ich bin Muslim, aber ich finde es schön, wie Menschen dort dieses Fest feiern: mit Familie, gutem Essen und dem Gedanken an Hoffnung, Frieden und Neubeginn. Vielleicht ist das, was ich aus Rom mitgenommen habe, genau das: die Freude, andere Kulturen zu erleben und zu sehen, wie unterschiedlich und doch ähnlich wir alle sind.


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