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Roller fahren in Indonesien: Wollen wir es wagen?

Aktualisiert: 27. Jan 2019


Es sind nur noch wenige Wochen, bis wir nach Indonesien fliegen und A’an wiedersehen. Die Aufregung steigt, gleichzeitig sind wir aber auch froh, dass wir noch Zeit haben, uns vorzubereiten. Wie sieht es zum Beispiel mit der Fortbewegung aus? Auf Bali wollen wir wieder mit unserem befreundeten Guide im Auto umherfahren oder über unser Hotel Touren buchen. Doch wie werden wir auf Lombok von A nach B kommen?


Das Fortbewegungsmittel Nummer eins in Indonesien ist der Roller. Schon Kinder wie Anna fahren damit auf den Straßen, denn man braucht keinen Führerschein. Bisher haben wir uns irgendwie nicht getraut. Der Verkehr auf Bali, besonders in Ubud, wirkt einfach sehr chaotisch, noch dazu herrscht Linksverkehr, sodass man doppelt aufpassen muss. Deshalb sieht man wahrscheinlich auch nur wenige Europäer zwischen all den Indonesiern.


Das typische Indonesien hautnah erleben


Lombok ist weniger touristisch als Bali und damit auch hoffentlich nicht so sehr befahren. Wenn wir mit A’an mal eben zum Strand fahren oder in Mataram shoppen wollen, ist der Roller wohl die beste Art der Fortbewegung, außerdem wollen wir ja mit ihm das typische Indonesien hautnah erleben. Ich frage Jörg, ob er sich das Rollerfahren zutrauen würde. „Na klar.“ „Bist du denn früher schon mal gefahren?“ „Nein, das nicht, aber das lerne ich dann schon.“ Als ich A’an davon erzähle, dass wir einen Roller mieten wollen, findet er das gut. Er weiß halt auch nicht, dass Jörg keine Praxiserfahrungen hat. Wir überlegen, was die Miete für zwei Roller für die Zeit kosten würde. Nicht viel teurer sei ein gebrauchter Roller, den er erst vor kurzem in einem Laden gesehen hätte.


Jörg dreht eine Runde nach der anderen


Einige Wochen später ist Jörg mit unserem Nachbarn verabredet. Er ist der einzige im Haus mit Vespa, alle anderen fahren mit dem Auto zur Arbeit, oder wenn das Wetter es zulässt mit dem Fahrrad. Anna und ich wollen uns das nicht entgehen lassen und kommen mit vor die Tür. Der Nachbar zeigt ihm an seinem Roller die wichtigsten Handhabungen, Helm auf und dann ist Jörg auch schon unterwegs. Er dreht eine Runde nach der anderen, während der Nachbar uns von seinem ersten Sturz erzählt. Jörg macht eine kurze Pause, strahlt uns an und ist dann schon wieder weg. Fast ein bisschen traurig gibt er den Roller schließlich nach seinem ersten Training zurück. Jetzt würde Anna am liebsten losfahren, doch sie muss sich damit begnügen, einmal Probe zu sitzen. Wir sollten uns auf jeden Fall einen Roller mit Automatik in Indonesien leihen, rät uns der Nachbar, und wir verabschieden uns.


Ganz schön cool der neue Roller


A’an hat sich den gebrauchten Roller gekauft und ist froh, wieder beweglicher zu sein, wo er doch sein Motorrad für die Krankenhausbehandlung seiner Oma verkauft hatte. Er hat ihn sogar von ockergelb auf schwarz umspritzen lassen, dass er wie neu und vor allem cool aussieht. Und das airbruh mit seinem und Annas Namen berührt uns besonders. „Anna kann mit mir fahren, und wir brauchen nur einen Roller zu leihen“, schreibt er in Vorfreude. Ich bin gespannt …


Tipps zum Roller mieten und fahren auf den indonesischen Inseln findet ihr bei „Indojunkie“, übrigens der beste Reiseblog für Indonesien-Fans, in dem ich mich immer wieder gern informiere oder die lebendigen Geschichten lese.

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