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Voller Vorfreude auf unser Wiedersehen

Aktualisiert: 15. Mai 2019


Der letzte Tag auf Bali steht ganz unter dem Motto „Kräfte schonen“. Wir haben uns bewusst keinen Ausflug mehr vorgenommen, sondern verbringen den Tag in der Sawah Indah Villa und deren Umgebung. Schließlich wollen wir erholt auf Lombok ankommen, wo uns unser Freund A’an und viele Unternehmungen mit ihm zusammen erwarten. Ein letztes Mal genießen wir die Annehmlichkeiten des Hotels und verweilen ganz im Hier und Jetzt.


Dankbar, dass der Mount Agung nicht wieder ausgebrochen ist gehen wir nach dem Frühstück entlang der Straße im Dorf Sidemen spazieren. Per Zufall treffen wir unseren Guide Manju, mit dem wir zwei Tagestouren im Auto unternommen haben. Jetzt sitzt er auf einem Roller, winkt uns zu und wünscht uns alles Gute. An einer Straßenecke stoßen wir auf ein Schild, das vor den Lavamassen warnt, und die Sperrzone anzeigt. Tja, auf einmal merkt man doch, dass man sich nur zwanzig Kilometer vom aktiven Mount Agung entfernt befindet.


Eine Yoga-Klasse am Abend für gute Energie


Zurück in unserem Haus setzen wir uns mit Räucherstäbchen und unseren Büchern auf den großen Balkon und erfreuen uns am satten Grün der umliegenden Reisfelder. Kurz blitzen in meinem Kopf Gedanken an Lombok und A’an auf, dann versuche ich meinen Puls wieder zu beruhigen. Eine Angestellte vom Hotel reicht uns am Nachmittag Tee und Gebäck. Jetzt dauert es nicht mehr lange, bis meine Yoga-Klasse beginnt. Ich ziehe mich schon mal um, Jörg und Anna bringen mich zu dem Pavillon, wo ein indonesischer Yogalehrer wartet. Ich begrüße ihn und stelle mich kurz vor. „Kommen noch mehr Leute?“, frage ich etwas irritiert. „Nein, wir sind allein und machen einen Intensivkurs.“ Jörg und Anna verschwinden dezent, sie wollen lieber Fußball spielen.


Die folgenden Asanas fordern mich so sehr, dass ich gar nicht mehr aufgeregt wegen des Wiedersehens mit A’an sein kann. Außerdem muss ich mich auf das Englisch des Lehrers konzentrieren, es klingt doch sehr indonesisch. Ob ich meine Knie noch durchdrücken könnte, nein das kann ich leider nicht bei der Haltung. Nach der Stunde bin ich total stolz, dass ich alle Übungen überstanden habe.


Bevor wir uns endlich in die Arme nehmen können ...


Als wir im Restaurant zum Abendessen sitzen, chatten wir ausgiebig mit A’an. Das Schöne ist ja, dass wir keinen Zeitunterschied mehr haben. Anna ist total aufgeregt und kann kaum etwas essen. Als ich es ihm schreibe, macht er sich Sorgen, denn sie dürfe auf keinen Fall hungern. Er kann es nicht fassen, dass wir uns am nächsten Tag wiedersehen. Und wir sind auch voller Vorfreude. A’an möchte ein Video von Anna haben, und wir brauchen später in ihrem Zimmer fünf Anläufe, bis wir ein schönes gedreht haben. Er reagiert sehr gerührt, nachdem er es sich angeguckt hat. Danach stellen Anna und ich uns all die verschiedenen Situationen vor: Ob er wohl am Anleger stehen wird, ob wir ihn gleich erkennen werden, und ob er wirklich das Freundschafts-T-Shirt tragen wird …

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