Indonesisches Essen ist lecker, doch manchmal muss man einfach mal in eine Brezel beißen

Aktualisiert: Jan 17




Nachdem wir ein Jahr lang kein indonesisches Essen mehr hatten, stürzen wir uns förmlich bei der ersten Gelegenheit darauf. Und die bietet sich uns im Zwischenübernachtungshotel in Jakarta. Das „Nasi Campur“ (Reis mit leckeren, aber auch scharfen Beilagen wie Hähnchen, Gemüse, Shrimps, Tofu) scheint nicht nur unseren Hunger zu stillen, sondern auch unsere ganze Sehnsucht nach Indonesien, die wir bis dahin hatten. Selbst Anna isst ihre Suppe mit Klößen mit dem Namen „Bakso“ mit großem Appetit, denn diese ist gar nicht scharf.


In Indonesien isst man mindestens dreimal am Tag warm, manchmal auch dreimal Nasi Goreng, doch zum Frühstück essen wir lieber Cornflakes mit Milch oder Toast mit Marmelade und wahlweise Käse. Aufschnitt wie in Deutschland gibt es leider nicht, und die Käseauswahl ist auch dünn. Aber für unser erstes Frühstück in unserem Haus haben wir extra alle Zutaten für Pfannkuchen zusammen mit A’an gekauft. Denn die isst auch er als Indonesier manchmal, besonders wenn er sie selbst gebacken hat.


Satay Spieße auf dem Tischgrill


Einkaufsmöglichkeiten gibt es viele, und die Supermärkte haben meist rund um die Uhr geöffnet. Manche sind so groß, dass wir dort fast alles bekommen, von Backwaren über Drogerieartikeln bis hin zu einer neuen Brotdose für Annas Schule. Am frischesten sind Obst und Gemüse natürlich auf dem Markt, dort kann man außerdem die Preise verhandeln, aber es bietet sich auch an, ein bisschen Indonesisch zu können.


Wir lieben Satay Spieße, die auf einem Tischgrill serviert und mit Erdnusssoße und Reis ergänzt werden. Erst recht, wenn man beim Essen auf das Meer schauen kann, wie in Senggigi. Doch manchmal ist der Bedarf an indonesischen Speisen auch gedeckt, dann hat man einfach mal Appetit auf Pizza oder einen Burger. Und wenn es ab und zu im Restaurant mal richtige Kartoffeln statt der sonst üblichen Pommes bei den so genannten „Western Menüs“ gibt, sind die auch mal erste Wahl. Bei uns zu Hause gibt es an einem Abend "Arme Ritter", allerdings ohne Zimt.


Kein Glück mit Würstchen


Bei den Getränken steht bei Anna Vanilla Milkshake an erster Stelle, das weiß auch A’an und muss jedes Mal schmunzeln, denn das war auch schon vor zwei Jahren der Fall. Wir alle lieben frisch gepresste Fruchtsäfte aus Mango, Banane oder Papaya. In Selong Belanak gibt es das Café „Laut Biru“ (blaues Meer), es sieht nicht nur so aus wie ein Lokal in Europa, nein, es gibt auch noch sehr leckeren Kaffee und Käsekuchen. Einmal den Heißhunger stillen, und dann ist auch wieder gut. Kein Glück haben wir allerdings mit gewissen Würstchen, die in der Pfanne ihre Form ändern. Das hätte uns schon stutzig machen sollen, aber hinterher ist man eben immer schlauer. Einmal probiert und dann für nicht akzeptabel befunden, freuen sich die Hunde in der Villa Stanley.


Unser Restaurant in der Anlage wird übrigens von einem holländischen Bäcker (Nico Boulangerie) beliefert, der inzwischen drei Zweigstellen hat. Auf einer Übersichtstafel sind sogar Brezel abgebildet. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Jörg setzt sich kurzerhand auf den Roller und düst nach Mataram. Zurück kommt er mit einer großen Tüte: verschiedene Sorten Brot, auch dunkles und drei Brezel sind darin. Hmmmm lecker!


Wo Europäer oder Australier Urlaub machen, müssen Indonesier arbeiten. Im nächsten Beitrag erzählt A’an über seinen Job als Reiseagent auf Gili Trawangan …

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