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Wie man Sorgen und Zukunftsängste erfolgreich austrickst


Es ist manchmal gut, die Sorgen so zu behandeln, als ob sie nicht da wären; das einzige Mittel, ihnen die Wichtigkeit zu nehmen.

Rainer Maria Rilke


Die Deutschen machen sich Sorgen, dass sie oder ihre Angehörigen krank werden, sich die gesellschaftliche und politische Lage verschlechtert, ihre Rente nicht sicher ist, sie im Alter nicht genug Geld haben, arbeitslos werden, nicht den passenden Partner finden und und und. Unser indonesischer Freund macht sich hingegen Sorgen, dass er das Deutsch-Zertifikat nicht bekommt, dass es mit dem Visum für Deutschland schwer wird, und dass es einen Tsunami geben könnte. Seine Deutschlehrerin sagt, Indonesier würden sich immer Sorgen machen. Das verwundert, wo sie doch in der Sonne leben und so viel lachen. Naja, die innere und äußere Welt sind eben nicht immer deckungsgleich.


Das Leben ist ein Auf und Ab


Natürlich neige auch ich dazu, mir Sorgen zu machen. Zum Beispiel befürchte ich, dass der Mount Agung auf Bali ausbricht, oder es wieder ein Erdbeben auf Lombok gibt. Und ich denke darüber nach, wie A‘an mit dem Klima hier zurechtkommen wird. Interessiert frage ich deshalb meine Masseurin, die vor neun Jahren aus Thailand nach Deutschland gekommen ist, wie es ihr damals ergangen ist. „Klar am Anfang ist es schlimm, aber man gewöhnt sich daran. Wenn ich jetzt nach Thailand fliege, ist es mir dort viel zu heiß“, sagt sie lachend. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, denke ich. Und mir fällt ein passender Spruch wieder ein: „Wenn man es nicht ausprobiert, wird man es niemals erfahren.“


Der Mount Agung auf Bali ganz friedlich

Was hilft denn nun eigentlich, wenn man mal wieder so richtig festhängt? Ein anderer Spruch kommt aus China: „Warum sich sorgen! Es wird wahrscheinlich NIE eintreten!“ Trost bietet auch die Zeit, denn nichts dauert ewig, nicht die Trauer, nicht die Sorgen, das Leben ist ein Auf und Ab.


Herzenswünsche gehen immer in Erfüllung


Man sollte sich auch nicht zu viel auf einmal zumuten, lieber in kleinen Schritten von Tag zu Tag denken, denn das kann man in der Regel auch bewältigen. Aus Erfahrung weiß ich, dass sich alles am richtigen Ort zur richtigen Zeit ergibt. Und wenn man gläubig ist, hilft das tägliche Gebet. Für alle anderen hat Abraham Lincoln ein simples Rezept: „Halte dir jeden Tag 30 Minuten für deine Sorgen frei und in dieser Zeit mache ein Nickerchen.“

Als ich meine alte Yogalehrerin bei einem Workshop nach einigen Jahren wiedertreffe, erzähle ich ihr auch von unserer schicksalhaften Begegnung mit A’an und dass wir ihn ins Herz geschlossen haben. „Hoffentlich klappt das alles mit dem Visum“, äußere ich zaghaft, woraufhin meine Yogalehrerin mir mit einem Lächeln in die Augen schaut und entgegnet: „Herzenswünsche gehen immer in Erfüllung!“


Das Glück kann man nicht zwingen, aber man kann es wenigstens einladen! Das ist meine Devise, unseren Freund beim Deutschlernen zu unterstützen. Mehr dazu im nächsten Beitrag …

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