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Was sich wie das Ende anfühlt, ist oft ein neuer Anfang


Das Erdbeben hat so viel Leid über Lombok gebracht, dass die negativen Nachrichten nicht versiegen. Noch immer suchen Rettungskräfte unter den Trümmern nach Lebenden, und tatsächlich gibt es sogar hin und wieder Erfolgsmeldungen. Genau diese Hoffnung gibt den Menschen Kraft weiterzumachen. Auch von Deutschland aus sind Sanitäter in das Krisengebiet gereist. In vielen Orten ist die Hilfe schon angekommen, in anderen abgelegenen Gebieten noch nicht, doch alles geht in die richtige Richtung. Außerdem haben sich Initiativen gebildet, die besonders den Kindern vor Ort helfen wie z. B. "Lombok Children Care". Ein Ort, an dem Kinder nach der Schule kostenlosen Englischunterricht bekommen, und gleichzeitig die traumatischen Erlebnisse ein wenig vergessen.


Mehr Menschen interessieren sich für Indonesien


Auch unsere Spendengelder haben A’ans Dorf erreicht. Die Familie ist sehr dankbar und überglücklich, denn jetzt konnte sie Baumaterial kaufen und mit dem Aufbau beginnen. An dieser Stelle möchten auch wir nochmal allen danken, die sich an unserer privaten Spendenaktion beteiligt haben. Schön, dass es so viel Mitmenschlichkeit um uns herum gibt. Ein erfreulicher Nebeneffekt dabei ist auch, dass sich viele Leute auf einmal für Indonesien und Lombok interessieren, die vorher gar nichts oder nur sehr wenig darüber wussten. Eine fast achtzigjährige Dame aus meinem Orchester zum Beispiel, die in ihrem Leben nur Europa bereist hat, wollte alles über das Klima, die Menschen und die Wohnbedingungen wissen. Ich habe ihr Fotos gezeigt, die sie fasziniert haben. Vor allem aber hat sie sich gefreut, dass sie helfen konnte.


Wieder ein normales Leben führen


A’an hat zusammen mit seinem Vater einen Bungalow für sich gebaut. Er ist aus Bambus und Holz und steht auf einem Steinfundament. In einem Video zeigt er uns seine Terrasse und das Innere seines Bungalows mit einem schönen Bett, Schrank und sogar einem Regal für seine Bücher. Stolz ist er auch auf seine beiden Lampen, eine am Eingang, die andere am Bett. Als nächstes wollen sie das Ganze noch um ein Badezimmer und eine Küche erweitern und natürlich weitere Bungalows für den Rest der Familie bauen.


Es ist sehr wichtig, wieder ein Dach über dem Kopf zu haben, besonders wenn die Regenzeit beginnt. Leider gibt es noch immer Nachbeben, „doch es hilft nichts“, schreibt uns A’an, „wir müssen aufstehen und weitermachen, es ist ganz wichtig, dass wir so schnell wie möglich wieder ein normales Leben führen können.“ Wir jedenfalls bewundern A’an und all die anderen Indonesier, die wir kennen. Sie fügen sich in ihr Schicksal, ohne den Kopf in den Sand zu stecken, sind dankbar und machen aus jeder noch so traurigen Situation das Beste!


Viele Menschen in der westlichen Welt kennen diese fundamentalen Probleme nicht, doch dafür ringen sie nach Selbstbestätigung. Wie sie die sozialen Medien dafür nutzen, erzählen wir in unserem nächsten Beitrag ...

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