Verschiedene Kulturen an einer Schule: Sekolah Nusa Alam

Aktualisiert: 13. Mai 2019

Wir wollen nächstes Jahr eine längere Zeit auf Lombok verbringen und erkundigen uns bereits nach einer geeigneten Schule für Anna, an der auf Englisch unterrichtet wird. Es gibt sie tatsächlich, eine internationale Schule auf der Insel Lombok in der Hauptstadt Mataram. Sie trägt den Namen Sekolah Nusa Alam (International Standard School Lombok). Auf der Homepage erfahre ich, dass Kinder von 3 bis 18 Jahren dort erzogen werden. Ich schreibe eine E-Mail und bekunde darin unser Interesse, dass Anna für ein paar Monate gern Teil der Gemeinschaft sein würde. Damit die Anfrage noch persönlicher wird, schicke ich auch ein Foto von ihr mit. Und ich äußere den Wunsch, die Schule in ein paar Monaten persönlich besuchen zu wollen.


Schüler aus 14 Nationen


Die Antwort kommt schnell: Anna ist dort herzlich willkommen, nur müssen wir Schulgeld bezahlen, was aber in Ordnung ist. Jörg und ich sind der Meinung, dass das Geld am besten in Reisen und Bildung investiert ist. Und die Schule macht auf uns einen sehr kompetenten Eindruck, dass wir uns gut vorstellen können, wie Anna von einem Besuch profitieren würde. Natürlich würden sie sich freuen, wenn wir uns schon einmal persönlich kennenlernen. Das neue Gebäude an einem anderen Ort in Mataram sei noch in Bau, aber bis zu unserem Aufenthalt sei es sicher fertiggestellt.


Das Foto des Kollegiums zeigt eine bunte Mischung genauso wie die Schüler. Ein blonder Junge sitzt im Unterricht neben einem asiatischen Mädchen, doch sie alle tragen dieselbe grüne Uniform. Die Schulleiterin kommt aus Australien, die Schüler aus 14 verschiedenen Nationen.



Interkulturelle Erziehung von großer Bedeutung


Unter dem Motto „lernen, um außergewöhnlich zu sein“ wird großen Wert darauf gelegt, dass jedes Kind ein Individuum mit ganz eigenen Fähigkeiten ist. Disziplin ist ihnen wichtig, aber trotzdem wirkt die Schule sehr nah am Menschen. Es ist die einzige lizenzierte Schule, die das „Cambridge International Curriculum“ auf Lombok unterrichtet und Cambridge Prüfungen abnimmt. Darauf sind sie besonders stolz. Der Unterricht wird in unterschiedlichsten Formen erteilt, Didaktik scheint einen hohen Stellenwert zu haben. Auch sind sie sehr modern ausgestattet. Manchmal findet der Unterricht auch draußen statt, denn die Temperaturen liegen das ganze Jahr über bei 30 Grad. Gastredner aus verschiedenen Ländern kommen zu Besuch und auch ehemalige Schüler finden hin und wieder den Weg zurück zu ihrer alten Schule. Umweltthemen nimmt die Schule ernst genauso wie eine interkulturelle Erziehung. Das alles erfahre ich in den sozialen Medien und auf ihrer Homepage.


Wie wird die Schule vor Ort aussehen?


Ich bin ganz begeistert und würde am liebsten selbst dort zur Schule gehen, aber ich habe das früher in Paris gemacht und von den französischen Lehrmethoden profitiert. Jetzt fragt sich bestimmt so mancher, ob Anna selbst denn auch begeistert ist. Ja, das ist sie tatsächlich und mit ihren fast elf Jahren schon weit entwickelt, was das Sozialverhalten angeht. Sie ist ein neugieriger und offener Mensch und hat den Mut, für eine längere Zeit in Indonesien zur Schule zu gehen.


Genau wie die Deutschlehrerin für A’an wollen wir auch die Schule in einigen Monaten vor Ort besuchen und uns ein genaues Bild machen …

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