Unsere Holzfiguren aus Indonesien vor der Hamburger Elbphilharmonie

Aktualisiert: Jan 19


Es ist grauer November und wir würden am liebsten jetzt schon zurück nach Indonesien fliegen, doch dafür müssen wir noch drei Monate warten. Immerhin gibt es ein kleines Trostpflaster: Die vier Holzfiguren aus der Villa Stanley, die uns Marko überlassen hat, sind auf dem Weg nach Hamburg. Wir erwarten sie inzwischen jeden Tag und sind jedes Mal ganz aufgeregt, wenn ein Kurier an der Tür klingelt. Zwei bis drei Monate würden sie unterwegs sein, hatte uns die Postangestellte auf Lombok versichert – mit dem Schiff versteht sich.


Das lang ersehnte Klingeln an der Haustür


Und dann liegt immerhin ein Schreiben vom Zoll im Briefkasten. Wir müssen bestätigen, dass wir die „Ware“ aus Indonesien wirklich haben möchten und noch eine weitere Gebühr bezahlen. Zwei Wochen später am frühen Abend klingelt es an der Haustür, ein Kurier ist im Treppenhaus und ruft unseren Namen, kurz darauf poltert er die Treppenstufen nach oben. Das ist tatsächlich der große Karton, den wir in Senggigi auf Lombok an einem sonnigen Augusttag im Postamt abgegeben haben. „Da sind unsere Holzfiguren aus Indonesien“, rufe ich erfreut, während mein Herz schneller schlägt. Ich erzähle dem Kurier kurz unsere Geschichte und er staunt, dass wir in einem so entfernten Land waren. Anna berichtet außerdem von ihrem Schulbesuch, und dass auch sie schon öfter in Indonesien war. Ja, das kenne er auch, eine Leidenschaft für ein Land zu haben, bei seiner Frau und ihm sei das Italien, und seine Augen strahlen.


Wie ein kleines Wunder


Mit dem Auspacken des Kartons warten wir, bis Jörg zurück ist, denn schließlich wollen wir uns zusammen freuen. Und das wird dann richtig zelebriert, denn wir packen nicht nur die Figuren aus, sondern stoßen auch noch mit einem Glas Sekt bzw. Apfelsaft an. Es ist wie ein kleines Wunder, dass besonders die große Figur (die Mutter mit Kind) jetzt in unserem Wohnzimmer in Hamburg steht, wo sie zuvor "unser" Haus auf Lombok geziert hat. Ich kann gar nicht umhin, als ihr liebevoll über den Kopf zu streicheln. Alle sind wohlbehalten in Hamburg angekommen, bis auf einen „Verletzten“: Er hat seinen Sockel verloren, denn der Holzwurm hatte während der Überfahrt genug Zeit, sich vollzufuttern. Wir packen ihn erstmal in eine Tüte in den Keller …


So sind unsere Figuren auch nur zu Dritt, als wir mit ihnen zum Hafen fahren. Einige erstaunte Blicke von Passanten und dann stellen wir sie zum Fotoshooting auf. Was sein muss, muss sein, schließlich sind es unsere hölzernen Helden!


Auf Lombok gibt es traumhafte Strände, und an manchen ziehen sogar Herden von Wasserbüffeln vorbei – mehr dazu im nächsten Beitrag …

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