Nimm dir Zeit für die einfachen Dinge des Lebens


Wenn wir nicht schnorcheln oder essen gehen, beschäftigen wir uns zu viert mit einfachen Spielen. A’an liebt Kartenspiele. Mit uns spielt er zum ersten Mal in seinem Leben „Schwarzer Peter“. Jörg reagiert anfangs etwas irritiert, wenn unser Freund den Empfang der schlechtesten Karte mit Geräuschen begleitet, schließlich soll das ja geheim bleiben. Später schneidet A’an dann auch noch Grimassen. Ehrlich gesagt, wird das Spiel dadurch immer lustiger. Es ist eben seine Art, Karten zu spielen. Und noch dazu gewinnt er jedes Spiel. „Anfängerglück“, kommentiert Jörg, der nun auch zunehmend lockerer wird und nicht immer unbedingt selbst gewinnen will.


Kunstwerke aus Sand


Anna hat Murmeln aus Hamburg mitgebracht, weil A’an uns vorher erzählt hatte, in seiner Kindheit viel mit Murmeln gespielt zu haben. Am Senggigi Strand bauen die beiden eine richtige Murmelbahn, die A’an mit einer gefährlichen tiefen Kuhle in der Kurve versieht. Die Glaskugel, die es schafft, an ihr vorbeizurollen, hat gewonnen. Einige Murmeln bleiben für immer im Sand stecken, doch für eine Weile sind wir alle in das Spiel versunken. Eine Murmelbahn ist etwas für Techniker, doch A’an hat auch eine künstlerische Seite. Andächtig fängt er an, den Sand zu modellieren als wäre er ein Bildhauer. Auf diese Weise entsteht eine wundervolle Schildkröte, die uns alle zum Lächeln bringt.


Aus der Natur entstehen Phantasie-Welten


Mit Korallen lassen sich auch Buchstaben und Wörter formen, wahlweise mit kleinen Muscheln, die sich auch am heimischen Ostseestrand finden lassen. So kann man sich gleichzeitig auf charmante und temporäre Art verewigen.


Am Strand von Gili Air bauen wir einfach drauf los, erst ein Zimmer, dann ein Garten, ein Trainingsplatz, nach und nach entsteht so der Grundriss eines Traumhauses, in das wir vier später ziehen wollen. Es gibt ein Volleyballnetz, kleine Bäume und Betten, wir verfeinern das Haus um viele kleine Details und vergessen alles um uns herum. Zum Schluss modelliert A’an noch eine weitere Unterwasserschildkröte, denn schließlich steht das Haus auf Gili Air am Meer.


Dann legen wir uns alle vier auf das Badelaken, schauen in den Himmel und erzählen uns gegenseitig, was wir für ulkige Figuren in den Wolken erkennen. Das kann man übrigens überall machen, vorausgesetzt das Wetter spielt mit und man nimmt sich Zeit für die einfachen Dinge des Lebens.

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