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Kulturknigge Indonesien mal anders: Worüber wundern sich Indonesier in Deutschland und umgekehrt? Teil 3

Von Anna und A‘an


Nur im Ausland realisiert man, was im eigenen Land anders ist und bekommt ein neues Kulturverständnis. Anna ist ein halbes Jahr auf Lombok zur Schule gegangen und war auch dieses Jahr dort, und A’an war das zweite Mal in Hamburg und hat insgesamt schon fünf Monate in Deutschland gelebt. In einem Gespräch unterhalten sie sich über die Dinge, die ihnen im jeweils anderen Land aufgefallen sind.

Das zweite Mal in Deutschland

Das zweite Mal in Deutschland

Anna: Jetzt warst du schon das zweite Mal in Hamburg. Fühlt es sich jetzt anders an?

A’an: Ja, letztes Jahr habe ich ein bisschen einen Kulturschock bekommen, aber das zweite Mal ist komplett anders gewesen, weil ich jetzt das meiste schon kannte. Ich komme gut zurecht und habe auch Freunde hier. Außerdem hatte ich mir von Anfang an vorgenommen, die Zeit sehr zu genießen.

Anna: Das ist die richtige Einstellung, denn unsere gemeinsame Zeit hier ist ja etwas ganz Besonderes. Auch für uns, denn ohne dich machen wir normalerweise nicht so viele schöne Dinge 😉.

Warmes Wetter und viele Sonnenstunden

A’an: Mir hat es wieder sehr gut gefallen, mit dem Fahrrad zu fahren. Egal ob kurze Strecken oder Touren an die Außenalster oder zum Öjendorfer See. Die Natur ist so schön und die Luft so klar.

Anna: Wir hatten auch so viel Glück mit dem Wetter. Ich sag nur dreißig Grad im September.

A’an: Ja, das war toll. Wir sind abends an die Alster gegangen und viele Leute waren wie auf Gili Air bekleidet.

Anna: Du hast ja auch gleich dein T-Shirt ausgezogen …


A’an: Das stimmt 😊. Aber mir hat auch das Wetter auf Rügen gefallen, als es so gestürmt hat und man sein eigenes Wort nicht verstehen konnte, weil man die Kraft der Natur so sehr spüren konnte.

Anna (lacht): Ja, das war ganz schön krass, der Wind von vorn und direkt am Meer. Toll, dass du das mitgemacht hast. Dafür war es am Kap Arkona nicht so stürmisch und du konntest sogar noch Äpfel pflücken …

Erntezeit im Spätsommer und Herbst

A’an: Ja genau. Das liebe ich so sehr, überall wachsen Äpfel im Oktober, manche sind zwar etwas sauer, aber ich mag sie trotzdem immer gern probieren.

Anna: Deshalb sind wir ja auch zum ersten Mal mit dir Brombeeren pflücken gegangen.

A’an: Ja genau, die kannte ich noch nicht und musste mich erstmal an den Geschmack gewöhnen. Am meisten hat mir das Pflücken Spaß gemacht, weil es gar nicht so leicht ist mit den Stacheln und dadurch eine kleine Challenge war.

Anna: Du hast deinen „Job“ auf jeden Fall sehr ernst genommen. Immerhin konnten wir später acht Gläser Marmelade davon kochen. Ich glaube, so viele Brombeeren haben wir noch nie gepflückt.


A’an: Es freut mich, wenn ich helfen konnte. Sonst hat mir auch die Kartoffelernte Spaß gemacht. In der Nähe von Hamburg gibt es viele Felder, wo man sie selbst ernten kann, das hätte ich nicht gedacht. Und auch zum ersten Mal habe ich ein Brot gebacken. Ich habe es einfach genossen, all die deutschen kulturellen Dinge zu machen, die es in Indonesien nicht gibt. Nächstes Mal würde ich auch gern mal Kekse backen. 


Fortsetzung folgt …



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