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Unsere Einladung nach Hamburg führt über die deutsche Botschaft in Jakarta

Aktualisiert: 23. Jan 2019


Lombok heißt für uns nicht nur Urlaub, sondern auch die internationale Schule besuchen, uns um den Deutschkurs für A’an kümmern – und all die Formulare für die Beantragung des Visums durchgehen, damit A'an als Au Pair in unsere Familie kommen kann. Das machen wir natürlich nicht in den ersten Tagen und auch nicht am letzten Tag und schon gar nicht auf Gili Air, wo wir uns ja zu viert erholen wollen.


Zum Ende unseres Aufenthaltes auf Lombok nach einem gemeinsamen Frühstück bei Michael mit leckeren Pfannkuchen setze ich mich mit A’an auf die Terrasse unseres Bungalows. Eine Besprechung im Shibui Garden, wo es so idyllisch ist, das gefällt uns beiden. Aus meiner Mappe ziehe ich zuerst das Antragsformular für das nationale Visum, das A'an später auszufüllen hat. Darin muss er zum Beispiel auch Angaben zu seinen Eltern machen, und wie er in Deutschland untergebracht sein wird. Er liest sich alles genau durch und meint, dass es zwar viele Seiten sind, aber er das schon hinbekommt.


Er liest sich die Aufgaben durch und lacht


Wir sprechen darüber, dass er einen Reisepass braucht. Und A'an weiß auch schon, wo sich das Amt in Mataram befindet, da er einige Freunde hat, die ebenfalls ins Ausland gegangen sind. „Sie sehen so glücklich auf den Fotos aus, die sie mir aus Kanada, Australien und Frankreich geschickt haben.“ „Du wirst deinen Freunden später auch schöne Fotos aus Hamburg schicken können“, sage ich und schiebe ihm den Au Pair-Vertrag zu. Er liest sich die Aufgaben durch und lacht. „Ferienbetreuung von Anna, das klingt gut … keine Sorge, Wäsche waschen und kochen werde ich natürlich auch.“ „Wäre das alles in Ordnung für dich?“, möchte ich wissen. „Na klar“, meint A’an, „das ist super, ich werde euch bei allen Sachen helfen.“


Fast jeder Mensch braucht ein Maß an Sicherheit


Auf der Homepage der deutschen Botschaft in Jakarta ist alles ausführlich erläutert, sodass man bei der Beantragung des Visums nicht viel falsch machen kann. Es gibt sogar eine Aufstellung von beispielhaften Passfotos, wie sie sein sollen und wie nicht. Wir gucken uns die ungünstigen Bilder (zum Beispiel ein Mann mit Schirmmütze oder eine verschleierte Frau) genauer an und müssen herzhaft lachen.


Zum Schluss unserer Besprechung unterschreiben wir schon einmal den Au Pair-Vertrag, denn wenn man so große Pläne hat und gleichzeitig die meiste Zeit so weit entfernt voneinander lebt, braucht man auch Sicherheit. Ich wische mir den Schweiß von der Stirn, weil es auf der Terrasse sehr heiß ist. „Sind wir fertig?“, fragt mich A’an. „Ja, das sind wir, und den Rest erledigen wir, bevor wir nach Jakarta fliegen.“ Beruhigt, dass wir jetzt den anstrengenden Teil hinter uns haben packen wir unsere Badesachen in den Rucksack, denn wir wollen uns noch einen schönen Tag am Senggigi Strand machen …

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