Corona lässt Reisen wieder zu: große Vorfreude auf Lombok

Von Stephie

Sehr enttäuscht waren wir, als wir Ende Februar nicht fliegen konnten. Die Grenzen waren gerade wieder geöffnet, viele Regularien noch nicht klar und unsere Zeit wurde immer knapper. Unsere Flüge wurden nicht gecancelt, aber gescheitert ist die Reise schließlich daran, dass man noch kein Visum beantragen konnte.


Inzwischen wissen wir, dass es auch sein Gutes hatte. Jetzt gehen in Hamburg die Corona-Zahlen runter, das Leben wird wieder etwas entspannter. Und der Temperaturunterschied zu Indonesien ist nicht mehr ganz so groß. Außerdem hatten wir genug Zeit, um uns vorzubereiten. Denn im Februar hatte Anna noch nicht einmal mehr passende Badekleidung.


Zuerst erwartet uns eine fünftägige Quarantäne


Inzwischen haben wir neue Sommerkleidung für Anna besorgt und ihre alte aussortiert, sie kommt mit in den Koffer nach Lombok für die Kinder in A’ans Dorf. Außerdem haben sich viele Geschenke für A’an und seine Verwandten über die anderthalb Jahre angesammelt, die wir nicht dort waren So haben wir uns auch noch neue Koffer angeschafft, die super leicht sind, sodass wir mehr mitnehmen können, denn auch wenn Emirates mehr Kilos zulässt, nützt es uns wenig, wenn Garuda Indonesia maximal 20 Kilo pro Person erlaubt.


Leider mussten wir auch die Flüge bei Emirates ein paar Mal umbuchen, in der Hotline wurde ich schon mit Namen begrüßt. Mal wurde der Hinflug über Bali gecancelt, mal der Rückflug um einen Tag nach hinten verschoben. Aber die Reisefachleute in der Hotline waren jedes Mal super hilfsbereit und freundlich. Jetzt fliegen wir beide Male über Jakarta. Ohnehin müssen wir dort auch noch fünf Tage in Quarantäne. Es gibt von den von der Regierung festgelegten Hotels so genannte Quarantäne Pakete und alles soll sehr gut organisiert sein. Lassen wir uns überraschen, wie es im Novotel Tangerang in Flughafennähe ist, das wir uns ausgesucht haben. Wir werden berichten ...


Nicht als Touristen


Dass wir auch ein Visum brauchen, damit hatten wir uns schon länger befasst. Unsere Wahl fiel auf die Agentur Balivisas, mit der wir von Anfang an in Kontakt standen. Nach dem Antrag hat es nur drei Werktage gedauert und wir hatten das „B211A Single entry e-VISA for Humanitarian activities, Volunteering, Family reunion, Business or Investment visit“. Tatsächlich reisen wir ja auch nicht als Touristen, sondern haben einige Projekte vor Ort: Zuallererst wollen wir mit unserem „Sohn“ wieder zusammensein und auch seine Verwandten unterstützen, ich möchte einen Vortrag in der Deutschklasse unserer Freundin Novy Suryani halten. Dann wollen wir die Kinderoase Lombok besuchen, damit Annas Klassenlehrerin in Hamburg sich ein besseres Bild machen kann. Und schließlich treffen wir uns mit dem neuen Schulleiter der internationalen Schule Nusa Alam, die Anna nächstes Jahr für länger besuchen wird.


Einfach dankbar


Auch A’an hat sich vorbereitet: Er hat seinen Scooter nochmal reparieren lassen, er guckt sich sein altes Deutschbuch an, damit wir dann zusammen lernen können und er war nochmal beim Friseur. Er hat aber auch die Corona-Zeit genutzt, um einen Führerschein zu machen, so kann er uns zum ersten Mal selbst vom Flughafen abholen. Er ist so stolz, uns endlich seine Fahrkünste zeigen zu können.


Kleiner, großer Wehrmutstropfen: Mit seinem Besuch in Hamburg klappt es noch immer nicht, da es weiterhin Einreisebeschränkungen in die EU gibt und er nicht unter die Ausnahmekategorien fällt. Aber dann klappt es hoffentlich in 2022. Wir sind auf jeden Fall super dankbar, dass wir jetzt erst einmal zurück nach Lombok können!!!


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