Bali oder Lombok? Wir geben euch ein Feeling für die Unterschiede 


Während es auf Bali schon 1914 erste Ansätze gab, den Tourismus zu fördern, begann die Erschließung Lomboks durch den Tourismus als weniger überlaufene Alternative erst um 1980. Auch wir waren zuerst auf Bali. Dass die kleinen Inseln Gili Air und Gili Trawangan zu Lombok gehören, wussten wir nicht. Sie waren für uns ein Ausflug von Bali aus mit dem Schnellboot in anderthalb Stunden. So wie viele andere Urlauber haben auch wir das Kulturprogramm auf Bali mit den Stränden und Möglichkeiten zum Schnorcheln auf Gili ergänzt. Als wir unseren Freund A’an auf Gili Air kennengelernt haben und er uns erzählte, dass er von Lombok komme, wurden wir zum ersten Mal so richtig aufmerksam auf Lombok. Durch ihn haben wir dort inzwischen viele schöne Plätze erkundet.


Ausgelassenheit am Strand

Gegenüber Bali hört man auf Lombok den Muezzin rufen. Klar ist das am Anfang ungewohnt, aber die Menschen sind sehr offen und tolerant, sodass ich mehr Verbindendes als Trennendes erlebt habe. Wie selbstverständlich gibt es auch Kirchen und Tempel, denn in Indonesien sind die meisten Menschen respektvoll im Umgang miteinander. Das am weitesten entwickelte Touristenzentrum befindet sich im Westen von Lombok um Senggigi und zieht sich zehn Kilometer an der Küstenstraße entlang. In der Nähe von Senggigi befindet sich auch unser gemietetes Haus in der Villa Stanley, sodass wir mühelos an den dortigen Strand fahren können. Anna ist ganz ausgelassen und macht erst einmal ein paar Radschläge, dann nimmt sie meine und A’ans Hand, während Jörg die Handtücher ausbreitet, und läuft mit uns direkt ins klare Wasser, wo wir alle laut auflachen.


Lombok hat alles zu bieten

Im Schatten der Ferieninsel Bali bemüht sich auch Lombok, den Tourismus zu fördern. Neben den Stränden Lomboks sind auch Trekkingtouren in den gebirgigen Norden beliebt. An verschiedenen Stellen bekommt man einen Einblick in die Kultur der Sasak, zum Beispiel in Senaru und in Bayan am Nordhang des Vulkans Rinjani. Genauso wie auf Bali gibt es saftig grüne Reisfelder und wie schon öfter erwähnt hübsche balinesische Tempel. Beeindruckend sind auch die Wasserfälle in Senaru. Inzwischen kann man außerdem in luxuriösen Resorts unterkommen und jeglichen Service genießen, meist zu günstigeren Preisen als auf Bali. Oder man wohnt ganz ursprünglich wie etwa in dem Dorf Kuripan. Egal, wo man übernachtet, Lombok bietet atemberaubende Sonnenuntergänge, die man am besten am Strand genießt.


Immer willkommen!


Wahrscheinlich noch verstärkt durch die negativen Meldungen aufgrund des schweren Erdbebens 2018 sind die Strände oft ruhig, und man kann der Brandung lauschen. Viele Häuser sind inzwischen aufgebaut worden, da es auch Gelder vom Staat gab. Aber in den Touristengebieten ist ohnehin wenig zerstört worden. Es gibt viele schöne Restaurants direkt am Meer und das für jeden Geldbeutel, sie sind nie überfüllt und man kann ganz stressfrei zu jeder Zeit hinkommen. Manche gehören zu Hotels, dann ist man auch als externer Gast immer willkommen. Auf einer Insel, auf der die meisten Menschen vom Tourismus leben, ist es natürlich ganz wichtig, dass wieder mehr Besucher kommen. Und wer sich nicht festlegen möchte, kann auch ganz einfach Bali und Lombok miteinander verbinden.


Wir nehmen Abschied von Lombok und von allen, die uns ans Herz gewachsen sind … Mehr dazu in unserem nächsten Beitrag ...

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