„An der Natur auf Lombok kann ich mich nicht sattsehen“ – eine Liebeserklärung an die grüne Insel


v.l.n.r. Stephie, Yvonne und Anna am Hafen von Gili Air 2020

Unsere erste Begegnung fand über die sozialen Netzwerke statt. Schon dort konnte ich ihre Liebe zu Indonesien genauer gesagt zu Lombok spüren. Yvonne und ich tauschten uns per Chat aus und schnell war klar, wir teilen ähnliche Gefühle und hätten uns theoretisch auch schon im Sommer 2017 auf Gili Air treffen können, da wir uns fast zur selben Zeit am selben Ort aufhielten. Tatsächlich vergingen noch anderthalb Jahre, bis wir uns in Selong Belanak zum ersten Mal richtig trafen. Sie strahlte auf mich eine Ruhe und Zufriedenheit aus, die mir zeigte, sie hat ihre Bestimmung gefunden. Mehrmals im Jahr und immer für mehrere Monate flog sie in normalen Zeiten auf Balis Nachbarinsel. Mich hat sie inspiriert, auch mal in der Regenzeit nach Indonesien zu reisen. Wir haben es nicht bereut. In unserem Interview verrät Yvonne, was hinter ihrer Leidenschaft steckt, und welche Geheimtipps sie für euch hat.


Oft ist es ja Zufall oder Schicksal, wie auch immer du es nennen möchtest, was hat dich vor fünf Jahren das erste Mal nach Lombok geführt?


Eigentlich wollten wir nach den Tauchurlauben in Thailand Koh Tao und Malaysia Perhentian Besar die Tauch- und Schnorchelgebiete um Bali erkunden. Durch diverse Internetrecherchen haben wir uns dann aber aufgrund der stärkeren Strömungen vor Bali für Gili Air und Lombok entschieden.


Das war sicher schön, doch was hat dazu geführt, dass du wiedergekommen bist? Tauchen und Schnorcheln kann man ja auch in anderen Ländern …


Sattes Grün soweit das Auge reicht

Gili Air und Lombok wurden zu meinen Herzensinseln. Ich wollte mehr davon, mehr von diesem besonderen Gefühl auf Gili Air und mehr von dieser Vielfalt und Schönheit Lomboks. Als ich dann wiederkam hatte ich beim Landeanflug auf Lombok Tränen vor Freude in den Augen.


Diese beeindruckende Natur von Wasserfällen, Dschungel, dieses satte Grün, wohin man schaut, die Reisfelder bis hin zu den Stränden und die wundervolle Unterwasserwelt der Secret Gilis. Daran kann ich mich nicht satt sehen.


Das gute Gefühl hat sicherlich auch etwas mit der Herzenswärme der Menschen zu tun. Was hast du über die Jahre von den Einheimischen gelernt?


Dieses Bild braucht keine Worte

Genauso ist es. Die Menschen auf Lombok sind so fürsorglich und hilfsbereit, sie sind interessiert und sehr kontaktfreudig. Sie geben von Herzen auch wenn sie selbst kaum etwas haben. Von ihnen habe ich gelernt, dass das Leben nicht planbar ist. Und das ist auch gut so.


Inzwischen warst du schon sieben Mal auf Lombok. Welche Erlebnisse haben dich tief bewegt?


Eine besondere Verbindung zur Kinderoase Lombok

Im Sommer 2018 besuchte ich für ein paar Tage die Kinderoase Lombok. Das ist ein toller Ort, wo sich einfach jeder wohlfühlt. Dort haben mir die Kinder gezeigt, dass man auch ohne eine gemeinsame Sprache zu sprechen, dennoch verbunden sein kann, ein Lächeln sagt so viel mehr als tausend Worte. Das Zusammensein hat mich sehr bereichert.


Leider bebte Ende Juli zum ersten Mal die Erde und am 5. August 2018 kam es dann zu einem sehr schweren Erdbeben, weshalb die Kinderoase für einige Zeit schließen musste. Es gab viele Schäden an den Gebäuden, aber zum Glück wurde niemand verletzt. Dieses schwere Erdbeben war am Abend, ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen. Ich stand gerade vor der großen Moschee, dem Islamic Center in Mataram, um ein paar Fotos und Videos zu machen, als die Erde für eine gefühlte Ewigkeit anfing zu beben. Ich hatte große Angst, am meisten vor einem Tsunami. Es kam in den darauffolgenden Tagen noch zu einigen Nachbeben, das letzte starke Nachbeben erlebte ich dann am 25. August in Kuta auf Lombok. Selbst als ich bereits wieder in Deutschland war, erschrak ich bei jeder Vibration.


Du reist normalerweise mehrmals pro Jahr nach Lombok. Warum ist die Insel so etwas wie eine Heimat für dich geworden?


Lombok ist eine Naturschönheit

Ich kann es mit Worten gar nicht erklären, es ist ein tiefes Glücksgefühl. Der Duft und die Wärme, wenn ich aus dem Flugzeug steige und die Gangway herunterkomme. Wenn ich die ersten indonesischen Worte höre „Selamat pagi“ (Guten Morgen) zum Beispiel, es ist wie Musik in meinen Ohren, die Sprache klingt so schön und freundlich, und ich vermisse Lombok so sehr.


Als absoluter Insider hast du bestimmt auch Geheimtipps für unsere Leser …


Unentdeckte Ecken gibt es ja leider nicht mehr, aber die Secret Gilis mit Gili Asahan, Gili Layar und Gili Nanggu bleiben für mich traumhaft schön und sind für ein paar Tage ideal, um wirklich Ruhe zu haben. Der Süden Lomboks hat die schönsten Strände, Touren zu den Wasserfällen und den Reisterrassen sind ein Muss, auf diesen Touren sollte man auch unbedingt in den kleinen Dörfern stoppen und in den Warungs typisch indonesisch essen. Ja, und Gili Air ist und bleibt meine Lieblingsinsel, hier sieht man im glasklaren Wasser auf jeden Fall immer Schildkröten. Am besten nimmt man sich ein kleines Boot und fährt mit den Locals raus, sie kennen die besten Plätze, um diese wunderbaren Tiere zu sehen.


Wenn du dieses Jahr wieder hinfliegst, welche drei Dinge willst du als erstes machen bzw. worauf freust du dich am meisten?


Unser letztes Treffen auf Gili Air 2020

Wenn möglich möchte ich die Kinderoase besuchen, der Kontakt besteht natürlich noch immer. Gili Air und Kuta Lombok besuchen und auch ein paar Freunde treffen. Auch dich, liebe Stephie und deine Familie wiedersehen.


Endlich wieder mit Schildkröten schnorcheln!


Wir freuen uns auch schon auf das Wiedersehen!


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